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Dialektwort der Woche


Irxenschmoiz

Dialektwort der Woche (KW 14)


Sinnvoll eingesetzt! »Irxnschmoiz« benötigt(e) Mann aber auch Frau insbesondere in so manch altem Handwerk: Seiler- und Kummetmacher 1950er Jahre, Oberbayern
Foto: P.E. Rattelmüller
© Fachberatung Heimatpflege

„Host a Schmoiz?“ Den Sinn dieser Frage genau zu verstehen , kann für Ihr körperliches Wohlergehen von höchster Bedeutung sein! Sollten Sie Lebensmittelhändler sein, können Sie die Sache getrost von der harmlosen Seite nehmen. Dann erkundigt sich jemand danach, ob Sie ein tierisches („geschmolzenes“) Schlachtfett führen, vielleicht vom Rind, vom Schwein oder von der Gans. Sollte Ihnen die Frage „Host a Schmoiz?“ allerdings bei irgendeinem Volksfest oder bei einem Fußballspiel der unteren Ligen gestellt werden, ist größere Vorsicht geboten! Dann ist der Terminus nicht als Frage, sondern als Ankündigung einer unmittelbar bevorstehenden Rauferei zu werten! Auf diese Form bayerischen Brauchtums sollten Sie sich nur einlassen, wenn Sie tatsächlich davon überzeugt sind, über genügend „Schmoiz“, in diesem Fall also über Muskelkraft, zu verfügen! Eventuell sogar über das besagte „Irxnschmoiz“ – die Kraft der „Irxn“, also der Achseln. Irxnschmoiz hin, Irxnschmoiz her – ich würde Ihnen ohnehin eher empfehlen, sich so einer prekären Situation schleunigst zu entziehen, frei nach dem Motto: „Liaba fünf Minuten feig, ois a Leben lang dod!“ (aus: "Irxenschmoiz und Wedahex", Alte bairische Worte, herausgegeben von N. Göttler, Verlag Bayerland, 2014).

Drud

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