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Dialektwort der Woche


Batzeldauch

Dialektwort der Woche (KW 46)


Batzeldauch Kinderschar beim Auslöffeln der eingebrockten Suppe. 50er Jahre, Sarntal.
Foto: P. E. Rattelmüller
© Fachberatung Heimatpflege

Der Ausspruch „We Brot ich ess, des Lied ich sing“ muss aus heutiger Sicht sehr eingeschränkt betrachtet werden, denn der einfach Mensch früherer Zeiten hatte kaum gebackenes Brot auf dem Tisch, geschweige denn Braten oder Wild. Stattdessen aß man gekochte Getreidebreie, Kraut- und Rübensuppen. In dieser Tradition steht auch der altbayerische „Dauch“, also eine Tunke aus Obst oder Gemüse, die fast täglich auf den Tisch des einfachen Mannes kam. Pikant als „Batzeldauch“ (Rüben- oder Kohlrabidauch), gesüßt als Birndauch, „Eiglbürdauch“ (Heidelbeerdauch) oder „Hoiariaßl“ (Hollerkompott), immer brauchte man dazu etwas zum „Einbrocken“ und „Auslöffeln“: Rohrnudeln, „Bansen“ (Dampfnudeln), „roggige Nul“ (Schmalzgebäck aus Roggenmehl) oder „Dempfnudel“ (Schmarren aus Roggenmehl). Also, besser würde es heißen: „Wes Dauch ich schlürf, des Lied ich sing!“. (aus: "Ohrwuzler und Zeiserlwagen", Alte bairische Worte, herausgegeben von N. Göttler, Verlag Bayerland, 2015)

Rossboinklaum

Soinzöpfl

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Der gache Steig

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