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Leichte Sprache

Bicken

Dialektwort der Woche 36


Der Doag bickt beim Backen ganz schön an den Händen. Brotbacken auf einem bäuerlichen Anwesen. 1950er Jahre, Oberbayern
Foto: P. E. Rattelmüller
© Fachberatung Heimatpflege

„Lustig san d´Maurergeselln, wann s´an Dreck auffaschnelln. Wanna nacha bicka bleibt, na homm s´a Freid!“ Allein dieses bayerische Gstanzl belegt, dass unsere österreichischen Nachbarn kein Monopol auf das Verb „bicken“ haben, obwohl es in Form des „Bickerls“ zäh und klebrig mit ihnen verbunden ist. „Bicken“ heißt also „kleben, pappen“, „bickert“ somit „klebrig“. Eleganter als das bapperte Bickerl kommt da schon die „Vignette“ daher, ursprünglich ein Aufkleber auf Weinflaschen (französisch vigne = Weinrebe). Oder gar das „Etikett“ selbst, dem die Vornehmheit schon in den Namen geschrieben ist und das ursprünglich ein Zettel mit Benimmregeln im spanischen Hofzeremoniell war. Strenge Etikette also, die in den Köpfen der Hofschranzen bappen beziehungsweise bicken bleiben sollte!

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Ansprechpartner/in

Dr. Norbert Göttler
Telefon: 08857 / 88-850
Fax: 08857 / 88-859
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