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Das Eisen

Dialektwort der Woche (KW 3)


Natureisgewinnung Arbeiter bei der Natureisgewinnung dem Eisschneiden im Oberland. 1950er Jahre.
Foto: P. E. Rattelmüller
© Fachberatung Heimatpflege

Nicht eine Art von Metallherstellung ist mit dem „Eisen“ gemeint, sondern die Bereitstellung von Kühlungsmittel vor der Epoche von Gefrierschrank und Kühltruhe. Das Eis des dörflichen Weihers wurde von Knechten mühsam in Stücke gehackt und gesägt, dann mit Spitzhaken aus dem Wasser befördert und mit dem Pferdefuhrwerk in einen nahen Eiskeller befördert. Diese Keller, die sich nur Brauer, Wirte und Großbauern leisten konnten, hatten doppelte, mit Torf isolierte Wände. In ihnen hielten sich die Eisbrocken bis in den nächsten Herbst hinein, ohne Pfützen zu bilden. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Eis des dörflichen Weihers von industriell hergestelltem Stangeneis abgelöst, das mit Lastwagen zu den Kunden gebracht wurde. (aus: "Irxenschmoiz und Wedahex", Alte bairische Worte, herausgegeben von N. Göttler, Verlag Bayerland, 2014).


Ansprechpartner/in

Dr. Norbert Göttler
Telefon: 08857 / 88-850
Fax: 08857 / 88-859
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