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Drud

Dialektwort der Woche (KW 8)


An Fasching darf man sich lustig machen über Drud, Drutschn und Drutscherl.
Foto: P.E. Rattelmüller
© Fachberatung Heimatpflege

Ehe das Christentum für etwa eineinhalb Jahrtausende den Gedanken des Monotheismus in unserer Gegen trug, herrschten hier mehrere Tausend Jahre lang animistisch-schamanistische Religionsvorstellungen. Da muss es nicht verwundern, dass wir noch allerorten durch Wunderorte, Quellheiligtümer und sagenumwobene Gestalten daran erinnert werden. So galten etwa die „Druden“ als weibliche Nachtmahre, verwandt mit den Hexen und Elfen. Sie konnten vor allem in der Nacht Besitz von einem Menschen ergreifen. „Den hot d´ Drud druckt“, sagte man, wenn einer eine schwere Nacht mit Brustschmerzen und Atembeschwerden hinter sich hatte. Eine beliebte Möglichkeit, sich mit dem Unheimlichen anzufreunden, war immer schon, sie durch Benennen zu verharmlosten, etwas durch Frauennamen wie „ Wiltrud“, „Gertrud“ und „Waltrud“. Noch lieblicher klingt der Kosenamen „Drutscherl“. Wenn aber aus dem „Drutscherl“ später eine „Drutschn“ wurde, war der alte Albtraum von den Nachtmahren doch wahr geworden! (aus: "Ohrwuzler und Zeiserlwagen", Alte bairische Worte, herausgegeben von N. Göttler, Verlag Bayerland, 2015)

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