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Frauentragen

Dialektwort der Woche (KW 48)


Das „Frauentragen“ ist ein christlicher Adventsbrauch der Marienverehrung, der vor allem im alpenländischen, aber auch im osteuropäischen Raum Verbreitung fand und zum Teil noch findet. Die vorweihnachtliche Zeit steht im Zeichen des Weges, des Aufbruchs und des Wanderns: Maria und Josef sind unterwegs nach Bethlehem, die Hirten suchen das Kind. Dabei wird beim Brauch des „Frauentragens“ eine Marienfigur oder eine Marienikone in der Adventszeit von Haus zu Haus, von Familie zu Familie getragen. Jede Nacht findet Maria somit symbolisch Herberge bei einer anderen Familie. Üblicherweise findet bei der Übergabe ein gemeinsames Gebet oder eine kurze Hausandacht statt.
Wichtigste biblische Grundlage für diesen Brauch ist die Herbergssuche Mariens in Bethlehem zur Zeit ihrer Niederkunft" (Lk 2, 1-7).
Während Maria in der Weihnachtsgeschichte bekanntlich nicht in der Herberge, sondern nur in einem Stall unterkommt, wird sie beim "Frauentragen" in zahlreichen Häusern der Pfarrei aufgenommen. In der Zeit vom 1. Adventssonntag bis zum 24. Dezember wird dem Brauch nach die schwangere Maria nach dem Vorbild der für einen Tag eine Bleibe im eigenen Haus gegeben. Sie wird am 1. Advent mit einem Segensgebet in die Familien ausgesendet und dann von Familie zu Familie weitergegeben. Quelle: vgl. http://www.trachtenverband-bayern.de. abgerufen am 02.12.2019

Kinder tragen in der Adventszeit eine Marienfigur von Haus zu Haus und von Familie zu Familie und symbolisieren damit die Herbergssuche in der vorweihnachtlichen Zeit. Altbayern 1950er Jahre.
Foto: P. E. Rattelmüller
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