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Leichte Sprache

Gsodschneider und Schnacklsäuln

Dialektwort der Woche


"Dreschwägen«, »Steftnzylinder« und anderes heute unbekanntes Gerät erleichterten früher etwas die harte Erntearbeit. Getreideernte 1965, Sarntal.
Foto: P. E. Rattelmüller
© Fachberatung Heimatpflege

Viele Mundartbegriffe sterben aus, weil die entsprechenden bäuerlichen Techniken ausgestorben sind. Allein ein Pflug hatte Dutzende Teile – zum Beispiel Sohle und Grindel, Sech, Schar und Molter – die heute kein Mensch mehr versteht. Aber auch die beginnende Technisierung des 19. Jahrhunderts fand Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch. „Dreschwägen“ – und „Steftnzylinder“ erleichterten die harte Erntearbeit, den „Gsodschneider“ brauchte man beim Zubereiten des Tierfutters („Gsod“), die „Schnacklsäuln“ beim Lupfen von schweren Baumstämmen. Als Antrieb hatte man den „Göpel“, ehe mit dem „Hoizvergaser“ die Vorform des modernen Traktors geschaffen war. (aus: "Ohrwuzler und Zeiserlwagen", Alte bairische Worte, herausgegeben von N. Göttler, Verlag Bayerland, 2015)

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Dr. Norbert Göttler
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