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Dialektwort der Woche


Bischlscherm

Dialektwörter erklärt


Kräuterweihe in Habach, 1950er Jahre Mancher Kräuterbuschn wandert in den Bischlscherm - andere werden aufgehängt, getrocknet und beim nächsten Gewitter als Schutz für Haus und Hof verbrannt. Kräuterweihe in Habach, 1950er Jahre.
Foto: P. E. Rattelmüller
© Archiv Fachberatung Heimatpflege

Darf ich Ihnen einen bunten Blumenstrauß in Ihren »Bischlscherm« (Blumenvase) stellen, zusammen-gestellt aus Blumennamen der früheren Zeit? Also, wir nehmen »Nagerl« (Nelken), »Reserl« (Rosen) und »Veigerl« (Veilchen), "Hemadknepf" (Mutterkraut), »Wetterblumen« (Glockenblumen) und »Wepsenblumen« (Löwenzahn), auch »Millidischtl« oder »Muidischtl« genannt, dazu »Butterblumen« (Hahnenfuß) und »Bluatströpferl« (Bachnelkenwurz), »Schuastanagerl« (Wildnelke oder auch Frühlingsenzian), »Dongragla« (Ringelblumen) und viel »Gretl im Busch« (Jungfer im Grünen) und »Himmelvaterbart« (Wiesenkraut). Ob die Blumen überall in Altbayern genauso heißen, kann ich nicht garantieren, ebenso wenig, ob sie in einem Strauß besonders geschmackvoll zusammenpassen - aber einem gschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul! (aus: "Ohrwuzler und Zeiserlwagen", Alte bairische Worte, herausgegeben von N. Göttler, Verlag Bayerland, 2015)


Gwand

Das Eisen

Luzienhäuserl

Frauentragen

Martini

Bicken

Gsodschneider und Schnacklsäuln

Palmesel und Pfingstochs

Irxenschmoiz

Drud

Dutt

Dägerl und Goiddn

Britschhaferl

Dreikönig

Tandler

Krampus

Paradeisl und Adventskranz

Hoibscharig

Banzn

Batzeldauch

Rossboinklaum

Soinzöpfl

Kirta

Sach

Der gache Steig

Ansprechperson

Dr. Norbert Göttler
Telefon: 08857 / 88-850
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