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Leichte Sprache

Lätschnbene

Dialektwort der Woche (KW 34)


Weihnachtsschützen (Historische Aufnahme aus den 50er Jahren) Weihnachtsschützen (Historische Aufnahme aus den 50er Jahren).
Der Lätschnbene könnte hinten rechts sitzen.
Foto: Paul Ernst Rattelmüller
© Fachberatung Heimatpflege

„Der Lätschnbene“

„Lätschert“ kann in Bayern alles mögliche sein, der Zwetschgendatschi, die Halbe Bier oder der Gurkensalat. Ein Kompliment für das betreffende Gericht ist es nie! Es wird als lasch, zusammengefallen, kontur- und geschmacklos empfunden. „Lätschert“ kann einem aber auch selber zumute sein. Dann ist man gelangweilt, antriebslos, unmotiviert, schlapp. Man hängt rum! Demonstratives Rumhängen hingegen kann aber auch aktives Zeichen des Protestes sein. „Ziag ned so a Lätsch´n!“ hat so mancher von uns schon gehört, wenn man dem elterlichen Ausgehverbot mit einer hängenden Mundwinkel-Partie quittiert hat. Dann ist mit der „Lätschn“ jener Teil des Gesichts gemeint, der – der Verhaltensforschung zufolge – auf der ganzen Welt non-verbale Begeisterung oder Missmut ausdrücken kann. Der Träger eines Missmut-Gesichts wird hierzulande nicht selten auch noch als „Lätschnbene“ diskriminiert!

Ansprechpartner/in

Dr. Norbert Göttler
Telefon: 08857 / 88-850
Fax: 08857 / 88-859
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