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Leichte Sprache

´s Sach

Dialektwort der Woche (KW 42)


Sach Eher ein kleines "Sacherl" aber vorzeigbar.
Foto: P.E. Rattlmüller
© Fachberatung Heimatpflege

Was „eine Sache“ ist, bekamen unsere Vorfahren meist vom Advokaten gesagt. Dann handelte es sich vielleicht um eine Gerichtssache, eine Vaterschaftssache oder gar um eine Strafsache. Auf jeden Fall um etwas Unangenehmes. Wenn sie selbst aber von „Sach“ sprachen, dann meinten sie etwas anderes. Sie meinten Haus und Hof, Gesinde und Getier, Mobiliar und Kleidung. Das „Sach“, über das einer verfügen konnte, war sein Hab und Gut. War es viel und prächtig, sagten die Leute: „ Der hot a scheens Sach beinand!“ Waren die Dimensionen überschaubar, sprach man von einem „Sache“ oder einem „Sacherl“, jeweils mit hellem „a“ ausgesprochen. Egal ob viel oder wenig, herzeigen wollte man seinen Besitzstand auf jeden Fall, und so lud man vor der Hochzeit zum „Sachschaugn“, einer institutionalisierten Form zur Befriedigung verwandtschaftlicher Neugierde. (aus: "Irxenschmoiz und Wedahex", Alte bairische Worte, herausgegeben von N. Göttler, Verlag Bayerland, 2014).

Ansprechpartner/in

Dr. Norbert Göttler
Telefon: 08857 / 88-850
Fax: 08857 / 88-859
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