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Leichte Sprache

Banzn

Dialektwort der Woche (KW 47)


Ein bayrischer Schäffler bei der Arbeit. 1950er Jahre.
Foto: P. E. Rattelmüller
© Fachberatung Heimatpflege

Vielerorts ist der „Banzn“ heute nur noch ein nostalgischer Schwindel, weil in Wirklichkeit der labende Gerstensaft in einem völlig unromantischen Aluminiumcontainer lagert und seinen Weg zum Masskrug nur der Show halber durch ein altes Holzfass findet! Der „Banzn“ ist also jenes bauchige Bierfass, zu dessen Herstellung früher spezialisierte Berufszweige notwendig waren. Schäffler und Küfer nannte man sie hierzulande, Böttcher und Fassbinder anderswo. Diese Holzhandwerker brauchten auch noch die Hilfe von Reifschneidern und Bandreißern, die die Eisenringe fertigten, mit welchen das Fass erst zusammengehalten wurde. Sprachlich soll der „Banzn“ übrigens vom lateinischen „pandochium“ kommen, wie die Römer ihr Wirtshaus nannten. In norditalienischen Dialekten heißt „panza“ heute noch so viel wie Wampe, Bierbauch. Und zwischen einem „Banzn“ und einer Wampn“ besteht ja auch in Altbayern ein ursächlicher Zusammenhang“. (aus: "Ohrwuzler und Zeiserlwagen", Alte bairische Worte, herausgegeben von N. Göttler, Verlag Bayerland, 2015)

Ansprechpartner/in

Dr. Norbert Göttler
Telefon: 08857 / 88-850
Fax: 08857 / 88-859
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